Gedichte Licht-Schatten-Farben-Sinne-Wahrnehmung

SEHEN UND FÜHLEN Aus den Römischen Elegien, V. Elegie ... Aber die Nächte hindurch hält Amor mich anders beschäftigt; Werd ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt vergnügt. Und belehr ich mich nicht? wenn ich des lieblichen Busens Formen spähe, die Hand leite die Hüften hinab. Dann versteh ich erst recht den Marmor, ich denk und vergleiche, Sehe mit fühlendem Aug, fühle mit sehender Hand. ... Johann Wolfgang v. Goethe SYNÄSTHESIE Synästhesie - nicht nur Stilmittel - auch: eine besondere Form der Wahrnehmung, bei der durch einen einzelnen Sinnesreiz gleichzeitig mehrere Sinne angesprochen werden: z.B. können Gerüche gehört oder Töne gesehen werden; eine "Laune" der Natur. Menschen mit dieser Begabung sind meist sehr sensitiv und hochbegabt, nehmen ihre Umwelt etwas anders wahr, sind oft Individualisten, die "stillen Wasser", die kreativen Künstler und die "Praktiker", die eher im Hintergrund arbeiten, nicht nach Macht drängen. siehe auch: Intermedialität und Synästhesie bei Autoren der Romantik bei: www.goethezeitportal.de

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