Gedichte Licht-Schatten-Farben-Sinne-Wahrnehmung

Alle Es eilet jed Leben die eigene Bahn; Es schauet der Spiegel den Menschen nicht an; Es küsset die Welle die Welle so gerne, Und reißet vom Ganzen nicht einer sich los; Doch blüht einem jeden das Ganze im Schoß, Und tief durch den Schleier, da weht es von ferne. Flöte Helle Sterne Blinken aus der weiten Ferne Fremdes Licht – Und die Tränen, Die sich nach dem Freunde sehnen, Siehst Du nicht. Waldhorn Es wandelt voll Liebe im Leben Die Sonn' und das Mondlicht herauf; Doch, wenn wir das eigne nicht geben, Schließt nimmer der Schatz sich uns auf. Fagott Was wir suchen, ach, das wohnet, Unerkannt Uns im Herzen, unbelohnet; Und die Hand Haschet stets nach äußerm Schimmer. Was wir nicht umfassen, Das müssen wir lassen; Denn wir fassen's sicher nimmer. Klarinette Die ganze Welt Umwölbet ein Zelt, Über jeglicher Pforte Stehn goldne Worte. Das Aug' der Sonne glühet Zur Blume, die aufsteht, Den heißen Gruß;

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