Dauthendey-Gedichte

Und sind wie die Gespielen der Blättergewinde, Geruch der harzigen Fichtentriebe, der hellen, Der Weichselgeruch und der Duft von Schlehblütenzellen. Über die Gräser der Hügel an allen Stellen bergauf, bergab, Kommen die Bäume zu dir durch die Luft von weitem schon, Als zögen sie atmend am Wanderstab Verliebt in alle Welt davon. Resedaduft Lilakühl das Schweigen nach dem Regen. Blaue Winde fließen über dunkle Ackerfurchen. Im lichtgrünen Himmelskelch Öffnet sich der erste Stern. Regenduft Schreie. Ein Pfau. Gelb schwankt das Rohr. Glimmerndes Schweigen von faulem Holz. Flüstergrün der Mimosen. Schlummerndes Gold nackter Rosen Auf braunem Moor. Weiße Dämmerung rauscht in den Muscheln. Granit blank, eisengrau. Matt im Silberflug Kranichheere Über die Schaumsaat stahlkühler Meere. Jasmin Wachsbleich fließt die Sommernacht. Auf erddunkeln faulen Lachen Bleisüß rosigblaue Irishäute. Wetterleuchten, Schwefelgrün, in Splittern. Eine weiße dünne Schlange sticht Züngelnd nach dem blauen Mond. Faulbaumduft Weiß der Park, ein Korallenhain. Eisfäden schneiden den See. Grün gleißen Pfauen im Sternenschein Auf ätherblauem Schnee. Scharfblanke Höhlen, Goldätzend in Helle.

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