Dauthendey-Gedichte

Weil's Frühling ist, Frau Dauthendey Die Schmetterlinge saßen gut Frau Dauthendey am Frühlingshut, Und jeder sprach: "Ich bin so frei, Weil's Frühling ist, Frau Dauthendey." Maikäfer saßen mehr abwärts Hinterm Korsett an ihrem Herz, Und jeder sprach: "Ich bin so frei, Weil's Frühling ist, Frau Dauthendey." Ihr fielen Blumen in den Schoß, Es blühte dort bald klein und groß, Und jede sprach: "Ich bin so frei, Weil's Frühling ist, Frau Dauthendey." Doch sie schickt Schmetterlinge fort, Und bricht selbst Maikäfern das Wort, Spricht: "Blüten seid mir einerlei, Im Frühling braucht mich Dauthendey." Max Dauthendey 1867-1918

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